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Za pisano Koroško

Nagrada državljan Evrope

Pobudbniki projekta »Colours of Carinthia« s portreti petdesetih priseljencev, ki so našli novo življenjsko središče na Koroškem, so prejeli odlikovanje Evropskega parlamenta »Državljan Evrope 2012«.

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Pod vodstvom Francija Tomažiča in ob sodelovanju Karlheinza Fessla, Lojzeta Wieserja, Christiana Brandstätterja ter Ericha Kugyja so nastali portreti 50 ljudi iz 50 držav, ki so se priselili na Koroško.

Für ein bunteres Kärnten mitten in Europa

Der Bürgerpreis des Europäischen Parlaments

Das überregionale Projekt »Colours« geht aus der regionalen Kärntner Integrationsinitiative »Colours of Carinthia« hervor. Der international tätige Fotograf Karlheinz Fessl und der fotografische Autodidakt Christian Brandstätter haben über zwei Jahre lang zu diesem Thema fotografisch gearbeitet.
Fünfzig Menschen aus fünfzig Ländern dieser Erde, die heute alle im Süden Österreichs leben, wurden portraitiert. Für dieses Projekt wurde Projektleiter Franz Tomažič stellvertretend für das gesamte Team (Karlheinz Fessl, Christian Brandstätter, Erich Kugi sowie Lojze Wieser) der Bürgerpreis des Europäischen Parlaments verliehen. Die Preisverleihung fand in Wien statt, eine Ehrung aller europäischen Preisträger gab es im November im EU-Parlament in Brüssel.

Die Ehrenmedaillen wurden den Preisträgern am 22.Oktober vom Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, feierlich überreicht. „Der Europäische Bürgerpreis zeichnet Brückenbauer aus. Wir brauchen Menschen und Initiativen, die den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und in der EU stärken“, würdigte Karas die Preisträger. Im Namen des Projektteams hielt Franz Tomažič eine Rede. 

01: Preisverleihung in Wien: Der Bürgerpreisträger Franz Tomažič mit Wirtschaftsminister Mitterlehner, Wirtschaftskammerpräsident Leite und dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes Othmar Karas. 02: Die Bürgerpreismedaille; 03: Das Colours of Carinthiateam bei der Preisverleihung; 04: Elisabeth Köstinger war die Einreicherin für das Projekt Colours of (Foto: APA/Erich Kugi/Büro Köstinger)
01: Preisverleihung in Wien: Der Bürgerpreisträger Franz Tomažič mit Wirtschaftsminister Mitterlehner, Wirtschaftskammerpräsident Leite und dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes Othmar Karas. 02: Die Bürgerpreismedaille; 03: Das Colours of Carinthiateam bei der Preisverleihung; 04: Elisabeth Köstinger war die Einreicherin für das Projekt Colours of (Foto: APA/Erich Kugi/Büro Köstinger)
01: Preisverleihung in Wien: Der Bürgerpreisträger Franz Tomažič mit Wirtschaftsminister Mitterlehner, Wirtschaftskammerpräsident Leite und dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes Othmar Karas. 02: Die Bürgerpreismedaille; 03: Das Colours of Carinthiateam bei der Preisverleihung; 04: Elisabeth Köstinger war die Einreicherin für das Projekt Colours of (Foto: APA/Erich Kugi/Büro Köstinger)
01: Preisverleihung in Wien: Der Bürgerpreisträger Franz Tomažič mit Wirtschaftsminister Mitterlehner, Wirtschaftskammerpräsident Leite und dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes Othmar Karas. 02: Die Bürgerpreismedaille; 03: Das Colours of Carinthiateam bei der Preisverleihung; 04: Elisabeth Köstinger war die Einreicherin für das Projekt Colours of (Foto: APA/Erich Kugi/Büro Köstinger)
01: Preisverleihung in Wien: Der Bürgerpreisträger Franz Tomažič mit Wirtschaftsminister Mitterlehner, Wirtschaftskammerpräsident Leite und dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes Othmar Karas. 02: Die Bürgerpreismedaille; 03: Das Colours of Carinthiateam bei der Preisverleihung; 04: Elisabeth Köstinger war die Einreicherin für das Projekt Colours of (Foto: APA/Erich Kugi/Büro Köstinger)

Das Nichthinsehen ist System und sie können mir als Chef einer Kommunikationsagentur glauben, dass der Kampf um Aufmerksamkeit - auch bei viel banaleren Dingen - ein schwieriges Unterfangen ist.

Am ehesten geht es in unserer visualisierten Welt mit Bildern! Bilder sind sozusagen wirklich die Einstiegsdroge für kleine Geschichten, aber auch für das „große Ganze“. Das war mir vom ersten Augenblick klar, als ich die berührenden Bilder von Karlheinz Fessel und Christian Brandstätter gesehen habe. Die Gesichter die einen ansehen, überlebensgroß, oft heiter, manchmal nachdenklich, einige Male traurig. Dies kann man nicht so leicht übersehen, sie rühren an, lassen eine Geschichte entstehen, geben dem Menschen dahinter einen Namen: Hadi ... aus Senegal, Yakob …. aus Äthiopien, Nur ... aus Somalia, Fotios ... aus Griechenland, Erol ... aus der Türkei.

Schon allein die Vorstellung, wie schwierig es für Menschen mit solchen Namen ist, vor österreichischen Behörden zu stehen, lässt nichts Gutes ahnen. Ich kann die Menschen an einer Hand abzählen, die meinen Familiennamen entweder richtig schreiben oder richtig aussprechen können. Dabei bin ich hier zuhause und kann mich mehr oder weniger verständlich ausdrücken. Hadi ... aus Senegal, Yakob …. aus Äthiopien, Nur ... aus Somalia, Fotios ... aus Griechenland, Erol ... aus der Türkei – manchmal braucht es recht wenig, um den Mitmenschen ein Stück Beheimatung und Mitgefühl zu geben, und sei es auch nur, dass man ihren Namen richtig schreibt und ausspricht.

Und so bleibt am Ende die Frage der Unterscheidung der Geister: nicht zwischen Echten und Unechten, sondern zwischen den Anständigen und den Gaunern, zwischen den Mitfühlenden und den Gleichgültigen, zwischen den Wegschauenden und den Hinsehenden. Und die Botschaft wird auf einmal klar: Kern der Humanität und Emanzipation ist die Anerkennung und Integration des Fremden! Ja und noch etwas obendrauf: tätige Humanität, Wahrhaftigkeit und Empathie sind ansteckend! In diesem Sinne: prisrčna hvala za prejeto nagrado!  Franz Tomažič -  Auszug aus der Rede anläßlich der Verleihung des Bürgerpreises des Europäischen Parlaments, 22.10.2012

Seit 2008 zeichnet das Europäische Parlament EU-Bürger für außergewöhnliche Leistungen aus. Für 2012 haben die Abgeordneten nun 37 Preisträger aus 19 EU-Staaten ausgewählt. Die Gewinner wurden in ihren Heimatländern ausgezeichnet und trafen sich am 7. und 8. November in Brüssel, um ihre Arbeit vorzustellen und mit den Abgeordneten zu diskutieren. Franz Tomažič ist stellvertretend für das Projektteam von »Colours of Carinthia« bestehend aus Karlheinz Fessl, Christian Brandstätter, Erich Kugi sowie Lojze Wieser angereist.

Za pisano Koroško

Nagrada državljan Evrope

Pobudbniki projekta »Colours of Carinthia« s portreti petdesetih priseljencev, ki so našli novo življenjsko središče na Koroškem, so prejeli odlikovanje Evropskega parlamenta »Državljan Evrope 2012«. Pod vodstvom Francija Tomažiča in ob sodelovanju Karlheinza Fessla, Lojzeta Wieserja, Christiana Brandstätterja ter Ericha Kugyja so nastali portreti 50 ljudi iz 50 držav, ki so se priselili na Koroško.